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Betrachtet man die Nebenwirkungen des G20 Gipfels - brennende Autos, verletzte Polizisten, geplünderte Geschäfte - so muss man doch differenzieren, denn es traf nur eine kleine Minderheit. Wäre Hamburg jetzt abgefackelt worden, dann gäbe es Grund zur Besorgnis, aber auch das liesse sich politisch rechtfertigen. Angela Merkel hat ja für alles Argumente und macht es möglich, so ist es halt Pech für einige Wenige.

Bei ca. 21.000 Polizisten nur ca. 200-300 Verletzte, das sind doch Peanuts und Prozentsätze, mit denen kann die Politik problemlos umgehen und leben. Ein bisschen politische Anteilnahme hier, ein bisschen heucheln dort, tragischer Blick und gefaltete Hände, und schon fühlen sich alle Beteiligten und Verantwrotlichen deutlich besser. Für die meisten Steuerzahler ist es eher so ein Nebenschauplatz. Hätte jetzt der 1 FC Bayern an einem dieser Tage verloren, das wäre ein wirkliches Desaster gewesen, aber so muss man doch alles relativieren und die Kirche im Dorf lassen.

Ausser es ist das eigene Auto das brennt, das eigene Geschäft das geplündert wird und der eigene Lebenspartner oder Freund, der als Polizist im Krankenhaus landet. Dann rückt alles etwas näher an einen heran, dann wird aus den Berichten im Fernsehen ein persönliches Erlebnis zum anfassen. Erst dann scheint aus dem Zuschauer und Betrachter ein Betroffener zu werden, wenn es ihm selber an den Kragen geht.

Immer noch fragt man nach den Ursachen für diese Gewaltorgie. Ausser Ströbele von den Grünen, der weiss warum es zu diesen bürgerkriegsähnlichen Zuständen kam: es war die Brutalität der Polizei. Nun sind ja zahlreiche grünen Abgeordnete nicht gerade mit gesundem Menschenverstand gesegnet. Hirnschäden scheinen mittlerweile Grundvoraussetzung zu sein, um in die oberen Führungsebene bei ihnen zu kommen.

Mag man also jenen glauben Schenken, die das Wort Polizeigewalt in Hamburg in den Mund nehmen, sollte man ihre Aussagen nicht unbeachtet lassen. Insgesamt, hätte man wirklich viel Gewalt in Hamburg verhindern können und die Lösung scheint einfach. Gar keine Polizei, oder vielleicht nur eine Handvoll, die sich freiwillig gemeldet hätten, um sich von den friedlichen, vermuten Linksradikalen Terroristen verprügeln, mit Steinen bewerfen oder vielleicht sogar hätten töten lassen sollen. Dann wäre alles friedlicher und überschaubarer abgelaufen.

Polizisten, die von der eigenen Politik wie Vieh zur Schlachtbank in ihren Einsätzen gezwungen werden. Pamplona zum anfassen in Hamburg. Wie gerne hätte man Angela Merkel, Olaf Scholz und wie sie sonst noch alle heissen in vorderster Front gehabt, anstatt bei Kaffee und Kuchen. So aber konnten sie ihre politische Inkompetenz und Grössenwahn - ungeachtet aller Warnungen - und ihr politisches Organisationstalent unter Beweis stellen . Brennende Autos, geplünderte Geschäfte, und die Hauptverantwortlichen besuchen unter gefährlichsten Bedingungen die Elb Philharmonie. Politische Harmonie pur, während draussen die Fetzen fliegen.


Statt Elb Philharmonie, wäre sicherlich auch ein Platz in der ersten Reihen der Polizei eine politsche Erfahrung aller G20 Teilnehmer gewesen, oder zumindest der deutschen Gastgeber. Wenn so die Nacht durch das Leuchten der Molotov Cocktails erhellt werden, Wasserwerfer ihre Arbeit verrichten, während Angela und Olaf ihre politische Daseinsberechtigung in Polizeiuniform verteidigen, in der ersten Reihe, dort wo man den schwarzen Block noch im Kampf Mann gegen Mann und Auge gegen Auge gegenübersteht. 


Sicherlich wären Angela und Olaf gerne in die Menge der vermummten Linksterroristen eingetaucht, es ist Wahlkampf und jeder Bürger, ob vermummt oder nicht, gilt als ein potentieller Wähler.

Wie besinnlich wirkt es doch da, dass Heiko Maas an diesem Tag die Streetparade in Köln mit einem Glas Bier bei schönsten Sonnenschein eröffnet hat. Nun ja, als Justizminister kann man schliesslich nicht überall sein und wenn schon vom Thomas, dem glorreichen Innenminister in der Versenkung, weit und breit nichts zu sehen ist - auch Innenminister brauchen scheinbar eine Pause, oder wurde er wieder mal von Angela auf Eis gelegt? - dann kann es sich Heiko erst recht gut gehen lassen. Eines haben beide gemeinsam, sie mögen sich offensichtlich nicht zwischen Wasserwerfern und Tränengas aufhalten.


Da die Schöpfung weder die Heikos, Thomas noch Olafs und Angelas dieser Welt schon gar nicht für etwas Grosses oder Überdurchschnittliches bestimmt hat, kommt ein Glas Bier, oder Besuch der Elb Philharmonie, für die wirklich bedeutenden Dinge des Lebens gerade recht.



Gesellschaft ,

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