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Sie hat es geschafft!!!

Was selbst für einen sibirischen Tiger und afrikanischen Steppenpavian unmöglich ist und worüber offensichtlich nicht jedes SPD Mitglied verfügt, nämlich richtig kündigen zu können, Petra Hinz hat es geschafft. Sie verzichtet auf ihr politisches Mandat und wird aus der SPD austreten.

Petra hat ihren Lebenslauf gefälscht und ist damit auch noch über Jahrzehnte durchgekommen. Dafür sollte man ihr das Bundesverdienstkreuz überreichen, denn sie hat alle, vor allem aber das System, erfolgreich ausgetrickst. Wie ein Computervirus, der nicht ansteckend ist, hat sie sich wirkungsvoll durch das politische System geschlängelt. Über Jahrzehnte hat sie Abgeordneten Bezüge erhalten, die ihr nicht zustehen - also sie war quasi als politischer VW unterwegs. Die haben ja auch Abgaswerte gehabt, denen sie gar nicht gerecht werden konnten, nur mit dem Unterschied, dass es da eine Rückrufaktion gibt, um das zu beheben.

Das geht bei der Petra nicht, die konnte man nicht zurückrufen, weil sich da der TÜV in den eigenen Reihen und Haus befand. Ein SPD Mitglied soll von irgend einer SPD Instanz überprüft und kontrolliert werden? Lächerlich, das ist vollkommen unzumutbar. Ausserdem gibt es ja den Steuerzahler, es ist also immer Geld da und von daher hat alles keine Eile. Würde man den finanziellen Schaden jetzt der SPD abziehen oder einzelnen Mitgliedern, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht und Kontrollfunktion nicht gerecht geworden sind... Nein – das ist schlicht unmöglich. Was in der Privatwirtschaft funktioniert, kann in der Politik  niemals klappen, Kontrollinstanzen.

Scheinbar ein hoffnungsloses Unterfangen und man darf annehmen, dass Petra nur die Spitze des Eisberges ist. Was sich da sonst noch so alles tummelt und vor sich hin mauschelt und dümpelt...da muss von Betrug noch nicht einmal die Rede sein, sondern wir reden hier nur über Inkompetenz. Das übertrifft wahrscheinlich die schlimmsten Erwartungen des Steuerzahlers.

Politische Parteien als Aufnahmelager für gescheiterte Existenzen. Wie verzweifelt müssen jene in diesen Parteien sein, die etwas auf dem Kasten haben, fähig sind und von all jenen umgeben sind, und ausgebremst werden, die, wie Petra unterwegs sind?

Jetzt ist ja nehmen seliger denn geben, sagt sich die Petra. Deswegen muss sie ja auch scheinbar nichts zurück zahlen für ihre 11 Jahre Bundesmahndat, auch wenn sie die zu Unrecht kassiert hat. Im Gegenteil - für diese 11 Jahre bekommt sie noch einmal pro Jahr Abgeordneten- Entschädigung, insgesamt knapp 100.000 Euro. 


Also Lügen und Betrügen kann sich, je nach Beruf und innerer Lebenseinstellung, finanziell lohnen. Allerdings sollte man dafür in der Politik sein, alles was drunter und in der Privatwirtschaft ist, der könnte Probleme bekommen. Ob es sich jedoch lohnt oder rechnet, für den eigenen inneren Frieden, das darf bezweifelt werden.




Gesellschaft

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