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Gastbeitrag von Stefanie Mertz

Es ist schon erstaunlich - da braucht nur ein kleines Land wie England  kommen und sein Volk über den Verbleib in der europäischen Union  entscheiden lassen, schon sind monströse Ungeheuer wie Putin, der es wagt, überhaupt zu  existieren, nicht mehr in den Schlagzeilen. 

Genau so ergeht es der nazistischen FPÖ, die sich erdreistet, einen  Präsidentschaftskandidaten in die Abstimmung zu bringen und nun auch noch  das Wahlergebnis anficht. Auch die rechtspopulistische AfD, die nichts anderes  kann, als Deutschland zu spalten und den ach so friedlichen Islam zu  kritisieren, erhält in den Medien kaum noch Beachtung. Sie alle scheinen durch den Brexit in Vergessenheit geraten zu sein.

Man könnte ja sagen: Super, nun haben die oben Genannten endlich mal ein  paar Wochen Ruhe und können durchatmen, eh sich die Medien wieder wie  Hyänen auf sie werfen. Aber unglücklicherweise wartet schon das nächste Opfer darauf, geschlachtet zu werden. Sowohl im Bundestag, in Brüssel als auch  bei der Presse.

Europa muss dem Rest der Welt doch gerade wie ein Hühnerstall, in den der  Fuchs eingedrungen ist, vorkommen. Man könnte meinen, es steht ein  Weltuntergang bevor. Wenn ich mir Herrn Junker und Herrn Schulz anschaue, dann kommt  mir das Märchen von der Prinzessin auf der Erbse ins Gedächtnis. Und unsere Regierungsmitglieder führen sich auf wie Drittklässler. Reicht es nicht,  dass Deutschland sich schon in der Welt zum Affen macht? Muss man ganz  Europa auch noch einer steig zunehmenden Lächerlichkeit aussetzen? 

Aber mal davon abgesehen wie die Welt uns sieht - Ich persönlich finde,  wie man jetzt mit den Briten umgeht, wie hämisch man sie verfolgt, wie man  sie beleidigt und ausgrenzt, das ist schon ein starkes Stück dieser unfähigen Politiker und USA Vasallen. Aber irgendwie war das auch wiederum zu erwarten, nachdem wie man die EU Politiker in den letzten Monaten erlebt hat, ihr Umgang mit kritischen und ablehnenden Stimmen, war es nicht anders zu erwarten. 

Immer, wenn eine  Person oder eine Gruppe, eine Partei oder ein Land eine öffentliche Position einnimmt und sich dazu bekennt und deren Handlungen und Gedanken den Herrschenden auf diesem  Kontinent nicht genehm sind, spielten sich diese wie Rumpelstilzchen auf und machten die Andersdenkenden nieder.

Man nehme z.B. Putins Eingreifen in Syrien, was er nur auf Bitten der syrischen Regierung  getan hat. Seine Haltung zu den Sanktionen, die natürlich keinen Beifall  bei ihm auslösen können. Wer erwartete denn wirklich, dass Putin freudig  erregt über diese Sanktionen ist? Ein ganz normaler menschlicher und  politischer Vorgang, wenn mein Land von einer Staatengemeinschaft ohne scheinbar erkennbare Gründe unter Druck gesetzt wird. 

Da wäre auch noch die FPÖ in Österreich. Reichte ja den Damen und Herren schon, dass  es sie überhaupt gibt. Aber dass die jetzt auch noch gegen die EU wettern, die Massenzuwanderung kritisieren und zu guter Letzt auch noch einen  Kandidaten zur Präsidentschaftswahl stellten, also so was geht ja gar nicht. Was haben sich die unfähigen Politiker in Brüssel und Berlin daran  aufgeputscht. Meine Güte, man musste ja schon befürchten, sie fallen alle um, weil das Herz es nicht mit macht. ….Wobei, befürchten….okay, ich geh darauf nicht weiter ein. 

Und dann die AfD, oh mann, Leute, da haben wir unserer Regierung und ihren  mittlerweile hörigen Oppositionsparten ja was angetan. Wie kann man nur  zulassen, dass so eine radikale angeblich rechtsgerichtete Partei auch noch in Landtage einzieht? Dass Berlin uns Bürger ja schon für dumm genug hält und uns nicht zutraut, ordentliche Entscheidungen zu treffen, wurde uns ja oft  genug unter die Nase gerieben. Aber dass man nun die AfD auch noch in  einigen Landtage wählt, das war dann doch zu viel für diese Hampelmänner und  –Frauen.

Und nun die Briten. Wie kann man es überhaupt wagen, aus der EU austreten zu wollen? Wo die EU doch so toll und gut für uns ist - sagt unserere Flinten-Uschi bei Anne Will. Wo doch die EU soviel erschaffen hat seit  ihrem Bestehen. Und die bösen undankbaren Briten wollen jetzt ihr eigenes Süppchen kochen - das ist einfach nicht kommentarlos hinzunehmen. Dabei  vergessen diese Damen und Herren, dass es im EU-Vertrag einen Artikel 50 gibt, der jedem Mitgliedstaat die Freiheit lässt, sich aus der europäischen  Gemeinschaft zu verabschieden. Und nun hat es ein Land gewagt und gleich  wird es an den politischen Pranger gestellt.

Man belässt es ja nicht mal bei den „Rechtspopulisten“ , die ja nur mit Lügen die Leute dazu gebracht  haben, für den Austritt zu stimmen, sondern heute geht man sogar schon so  weit, auch den Premierminister anzugreifen und ihm Vorwürfe zu machen, wobei dieser ja für den Verbleib in der EU geworben hat. Wartet es ab, demnächst macht man auch der Queen noch Vorwürfe, dass sie nicht auf den Tisch gehauen hat. Dann sollte man den unfähigen Beamten in Brüssel  erklären, dass das Königshaus heutzutage in keinem Land mehr das Sagen hat, sondern nur noch eine repräsentative Rolle spielt.

Man sollte wohl auch den Herren und Damen in Brüssel und den Politikern in  unserem Lande, die meinen, auch ihren Müll dazugeben zu müssen, erklären, dass ja noch nicht alle Tage Abend ist, denn so ein Referendum ist nun mal nur eine Empfehlung für das jeweilige Parlament und es ist ja noch nicht mal sicher ist, ob Großbritannien tatsächlich austritt. Und das ist das gute  Recht eines jeden Mitgliedsstaates und dessen Regierung, sich Zeit für  diese Entscheidung zu nehmen. Es ist ein ganz falscher Ansatz, wenn Herr Schulz England jetzt unter Druck setzt.

Fakt ist: Brüssel und Berlin tun dies, um ein Exempel zu statuieren. Sie  wollen den anderen Staaten zeigen was passiert, wenn auch sie sich dazu  durchringen sollten, die Bürger darüber abstimmen zu lassen, ob man in der  EU bleibt oder nicht.

Ihr erinnert euch an die Griechenlandwahlen? Wie  wurde da mit der neuen Regierung erst einmal umgesprungen? Ja sicher, jedes  andere EU-Land sollte sehen, wie man dann dieses Land ausgrenzt und fertig  macht, wenn  man alles andere als konservativ wählt. Und sie hatten  Erfolg. Keiner redet mehr davon, dass auch in anderen Ländern linke Parteien  vorwärts kommen. Nur doof für Junker, Schulz, Merkel und Co., denn nun  springt Europa nach „rechts“. Wobei ich persönlich das gar nicht mag, wenn man die regierungskritischen Parteien so nennt.

Ich denke, es ist höchste Zeit, auf diesem Kontinent  Veränderungen in Politik und Gesellschaft zu bringen. Es ist nicht mehr hinnehmbar, wie sich die Herren und Damen auf der ersten Bank denen  gegenüber verhalten, die sie erst da hin gebracht haben. Wie lange wollen  wir uns noch in den Hintern treten lassen, eh wir uns wehren? Es ist erschreckend, wie viele die volksdiskriminierende Meinung der Medien immer noch wiedergeben und damit einverstanden sind.


Gastbeitrag von Stefanie Mertz
Gesellschaft

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