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Keine Freundschaft, keine Familie, keine Gesellschaft sollte es erleben, dass ein solcher Disput und Keil zwischen ihnen entsteht, dass dieses Gemeinschaftsgefüge in ihrer Existenz bedroht ist oder sogar ganz auseinanderbricht. Es kann immer unterschiedliche Meinungen geben, Diskussionsbedarf und sogar Konflikte, aber am Ende sollte es im Interesse aller liegen, diesen Konflikt beizulegen und einen Kompromiss zu suchen und zu finden. 

Dies ist jedoch in Deutschland seit der Flüchtlingskrise scheinbar nicht mehr möglich. Eine kriminelle und grössenwahnsinnige Bundeskanzlerin hat mit ihrem fehlgeschlagenen Sozialexperiment nicht nur die historischen und kulturellen Werte sondern auch die sozialen und wirtschaftlichen Errungenschaften ruiniert. Sie hat es geschafft einen Keil durch die gesamte Gesellschaft zu treiben, der die Lager entzweit und sich unversöhnlich gegenüberstehen lässt. 

Ob auf der Arbeit, im Freundeskreis, ja selbst in der eigenen Familie und Partnerschaft durchziehen tiefe Gräben die Beziehungen und das spielt natürlich der Politik in die Hände, denn je mehr die Menschen entzweit sind, umso leichteres Spiel hat man, über sie zu regieren und sie zu manipulieren. Eine Gemeinschaft, die sich einig ist, Stärke und Rückgrat zeigt, würde die hiesigen Politiker der Altparteien zum Teufel jagen. 

Bei diesem Spaltungsprozess vollzieht sich etwas, das scheinbar nicht mehr aufzuhalten ist und man noch bis Mitte 2015 für unmöglich hielt. Auf der anderen Seite wurde die deutsche Gesellschaft noch nie so gefordert, belastet und in eine so Existenz bedrohende Situation durch die eigenen Politiker getrieben. Jahre und Jahrzehnte des erfolgreichen und verbundenen Miteinanders im privaten Bereich spielen scheinbar in dieser aufgeheizten Stimmung keine Rolle mehr. 

Auf der einen Seite die zu recht mahnenden Stimmen, welche Ordnung in die Flüchtlingskrise bringen wollen und auf der anderen Seite jene, die es als Pflicht eines jeden Einzelnen betrachten, Menschen in einem unverhältnismässigen Ausmass aufzunehmen, welches jede Kultur und jede Gemeinschaft sprengt und überfordert. 

Diese Unversöhnlichkeit aber, bei der die jeweils andere Seite und Betrachtungsweise abgelehnt wird, entwickelt sich zu einem zunehmenden und gravierenden Problem. Der gesamte Mensch, alles was ihn in seiner Persönlichkeit ausmacht, scheint vergessen und ohne Bedeutung. 

Es heisst, Blut sei dicker als jede Freundschaft, aber es hat selbst die Familien erfasst. Wenn wir nicht zurückkehren zum Menschsein, zu dem, was wir über Jahre und Jahrzehnte an unserem Gegenüber geschätzt und geliebt haben, wenn wir noch nicht einmal jene Menschen in der eigenen Familie, die jetzt eine andere Meinung bezüglich der Flüchtlingskrise oder Politik als man selbst hat verkörpern, dann ist auch unser unmittelbares Umfeld von der Flüchtlingskrise bedroht. 

In jedem Fall aber ist ein Zerwürfnis unter Freunden, Kollegen, innerhalb einer Familie usw. nicht nur ein verbaler Schlagabtausch, ein Stück Wut, Ablehnung, Zorn und Ärger, sondern es befindet sich ein unsichtbares Band zwischen diesen Menschen, das durch ihr Denken, ihre Ablehnung, die Wut und den Hass, genährt und verstärkt wird. Dieses unsichtbare Band ist, wenn beide Seiten wieder aufeinandertreffen, präsent und gewinnt oder verliert an Stärke, je nachdem, wie man damit umgeht. In jedem Fall aber hat es durch die Konflikte und Auseinadersetzungen eine zerstörerische Wirkung.

Den Anderen trotz seiner politischen Meinung und Betrachtung der Flüchtlingskrise wertschätzen, als Mensch, das ist es, was uns wichtig sein sollte. Es kann nicht sein und darf nicht passieren, dass das politische Totalversagen und deren Konsequenzen sich in dem Ausmass, wie wir es momentan erleben, festsetzt und unsere freundschaftlichen, beruflichen und familiären Banden etc. belasten und zerstören. 

Diese zwischenmenschliche Unversöhnlichkeit ist schlimmer als jedes Attentat oder als jedes Gift . Etwas Gewaltiges hat sich gebildet, dessen wir uns gar nicht bewusst sind. Es heisst nicht umsonst: „Gedanken können Berge versetzen“. Diese Wut, Hass, Unverständnis, diese Ablehnung der unterschiedlichen Parteien, erzeugen gewaltige mentale Kräfte.

Lernen wir nicht, unser gegenüber als Mensch zu sehen und zu erkennen, egal welche Meinung er vertritt, ob sie richtig falsch oder idiotisch ist, entmenschlichen wir uns selbst. Wir würdigen die andere Meinung herab, weil sie nicht der unsrigen entspricht, also würdigen wir auch den Menschen herab, zu dem diese Meinung gehört und dadurch wiederum berauben wir uns unserer eigene Würde als Mensch. Wir sind nicht mehr fähig zu differenzieren und den Mensch als Menschen zu betrachten, als Individuum. Indem wir diese Fähigkeit verloren haben und dann alles an unserem Gegenüber ablehnen, nicht mehr nur seine Meinung und Betrachtungsweise, indem wir ihn bewerten und verurteilen, berauben wir ihm seiner Menschlichkeit. Schlimmer aber noch, wir berauben uns selbst unserer Würde und Pflicht als Mensch. Darüber sollten sich alle im Klaren sein. 

Indem wir uns mit den Menschen, die uns lieb und teuer sind, zu denen wir uns seit Jahrzehnten hingezogen fühlten, die uns aufgezogen haben und in treuer Freundschaft zu Seite standen oder als verlässlicher Arbeitskollegen unterstützt haben, Mensch sein lassen, mit einer anderen Meinung als der eigenen, geben wir ihnen, aber auch uns, die Würde zurück, die uns zu Menschen werden lässt.

Dieses Entwürdigen und Entmenschlichen, das für uns mittlerweile so normal geworden zu sein scheint, wenn wir auf jemanden mit einer anderen Meinung treffen, gerade bezüglich der Flüchtlingskrise und desolaten Politik in Deutschland, hat bereits tiefe Gräben gezogen. 

Anstatt aufeinander zuzugehen, nach Gemeinsamkeiten zu suchen und sie zu finden, dem Respekt dem Anderen gegenüber und ihm die gleiche Würde und Menschlichkeit zuzugestehen, die man für sich selbst beansprucht, wird immer mehr aufeinander losgegangen. Das kann nicht der Weg sein, das darf nicht der Weg sein. Diejenigen unter uns, die sachlich und nüchtern bleiben, werden die Oberhand behalten. Diejenigen aber, die emotional sind, aggressiv, voll Hass und Wut, verschlimmern das Klima unter allen immer mehr und der Graben wird immer breiter und tiefer.

Freundschaft, Familie und menschliche Verbundenheit müssen gestärkt und gepflegt werden. Sie müssen sich mühevoll erarbeitet und aufgebaut werden. Dies alles zu gefährden und zu zerstören, weil man die Politik und Flüchtlingskrise als zerstörende Elemente einlässt, dem gilt es entgegen zu wirken.


Gesellschaft

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