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Sehr geehrte Abgeordnete der CDU/CSU,

Ihr sogenannter „Brandbrief“ ist bei mir eingegangenen und ich habe ihn zur Kenntnis genommen. Der Peter, also der Altmaier und ich - und überhaupt mein gesamtes Kabinett - uns allen war im ersten Moment gar nicht genau klar, worum es ihnen geht. Wir alle haben den Eindruck, dass Sie eine Krise herbeireden möchten, die weder vorhanden noch abzusehen ist und schon gar nicht existiert. Durch meine Politik wurde ein ganz neuer Ereignishorizont an Herausforderungen erschaffen, die wir nur noch annehmen müssen, damit Deutschland gestärkt daraus hervorgehen kann.

Sie hantieren da mit Zahlen herum, von 200.000- 1,5 Mio. Flüchtlingen für 2015, unter denen sich auch einige Illegale befinden sollen, und von denen doch niemand weiss, ob diese Zahlen überhaupt stimmen. Lassen sie uns also nicht in Zahlenbeispielen verweilen, das dient keiner Diskussion. Verantwortungsvolle Politik orientiert sich nicht an so etwas, sondern nur an Resultaten. Nehmen wir uns lieber Beispiele, welche an historischen Ereignissen angelehnt sind, die meiner Politik gleich kommen. Für jeden nachvollziehbar und an denen wir uns messen sollten.

Der Moses, also der aus der Bibel, der hat das Meer gespalten und da ist doch niemand auf die Idee gekommen mit „Er schaffe das nicht“. Moses also ist mit dieser Nummer… hüstel… Aktion, Teil der Menschheitsgeschichte geworden. Unsere Partei, oder vielmehr ich, wir werden auch Geschichte schreiben und zwar so richtig. Wir werden Deutschland nachhaltig verändern. Mein Kabinett und ich, also eigentlich mehr ich, wir werden erst die Menschen Deutschlands und dann Europas spalten, genauso wie der Moses das Meer. Einen Teilerfolg können wir immerhin schon verbuchen. Der geteilte Teich von Moses wird dagegen wie eine Pfütze in der Sahara wirken.
Und noch ein allseits bekanntes Beispiel, an dem wir uns orientieren sollten, gerade als christliche Partei: Gott schuf doch die Erde auch nicht an einem Tag und soviel Zeit muss sein, dass man mir ein wenig Spielraum einräumt, denn Neuordnungen in diesen Dimensionen brauchen halt ihre Zeit.

Auch wenn Sie sich an Zahlen, Paragraphen und sonstigen oberflächlichen Aussagen usw. festbeissen und meinen, diese in Einklang mit meiner Zuwanderungspraxis bringen zu können, so kann ich ihnen nur sagen, das wird nicht gelingen. Mein klares Unkonzept…….. also eigentlich Nichtkonzept…... also für den einen mag es konzeptionslos wirken, aber meine gesamte Politik beruht ja auf Unkonzeptionslosigkeit……... aber gerade das ist ja das Konzept……. darüber lasse ich auch nicht mit mir verhandeln oder diskutieren.

Glauben Sie, ich habe mir diesen von Gott gegeben Job als Bundeskanzlerin freiwillig ausgesucht? Meinen Sie, es macht mir Vergnügen, mit ideenlosen und unrealistischen Konzepten über alles sorgfältig nachzudenken, es umzusetzen und dann die Undankbarkeit des deutschen Volkes zu spüren, das nicht verstehen will - wie auch der Rest Europas - wohin die Reise geht?

Sie reden davon, dass wir die Zuwanderung ordnen und steuern , sowie die Fluchtursachen bekämpfen müssen. Das ist doch aber genau mein Reden und genau die Politik, die ich betreibe. Das ist die Politik der CDU seitdem ich denken kann. Die Zuwanderung ist geordnet…... wir holen ja alle nach Deutschland. Die Fluchtursachen bekämpfen….. warum meinen Sie eigentlich verkaufen wir Waffen in Krisengebiete oder an sonstige Staaten, die diese Waffen dann in Krisengebiete verhökern oder schicken unsere Soldaten dahin?

Deutsche Waffenexporte sind der Schlüssel zur Ursachenbekämpfung. Deutsche Waffen dienen immer der Krisenbewältigung und Friedenssicherung, warum wohl würden wir sie sonst verkaufen? Auch hier gilt, eine konzeptionslose Konzeptionierung ist der Schlüssel zum Erfolg und daran müssen wir arbeiten und uns orientieren.

Überhaupt, was mir in ihrem Schreiben vollkommen zu meinen Ideen fehlt, sind konkrete Lösungen oder Visionen. Sie verweilen da auf einer Ebene, die so nicht umsetzbar ist.

Seien Sie versichert, ich nehme mir ihr Anliegen zu Herzen, aber es ist fern jeder Realität. Wenn wir so Politik machen würden, wie von ihnen gewünscht, dann hätten wir bald mehr Probleme vor unserer Haustür als uns lieb ist. Scheuen Sie sich nicht, mich jederzeit zu kontaktieren, aber bitte nur mit echten Argumenten, Sorgen und Nöten.

Bedenken sie aber bitte: Wenn sie mir das nächste mal schreiben, den Brief auch ausreichend zu frankieren. Der deutsche Staat benötigt sein Geld für wichtigere Dinge.

Mit freundlichen Grüssen
Ihre Bundeskanzlerin

Gesellschaft

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