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Liebes Tagebuch

Endlich! Dass man das noch einmal miterleben durfte lässt hoffen. Deutsche Truppen sollen nicht mehr nur vor der eigenen Haustür aufräumen und helfen, sondern jetzt verstärkt weltpolitisch Geschichte schreiben, und ab geht es nach…, nein, nicht nach Afghanistan, da sind sie ja gerade erfolglos hergekommen; Afrika ist jetzt der neue Gastgeber.
Der Grund, warum jetzt also deutsche Truppen, südlich von München kurz hinter Italien in irgendeiner Wüste oder in irgendeinem Dschungel eingesetzt werden sollen, ist ganz einfach: Was unsere Diplomatie vergeigt und in den Sand setzte, und das ist ja bekanntlich so ziemlich alles, dürfen jetzt junge Menschen in Form eines bezahlten Abenteuerurlaubes erledigen.

Grundsätzlich, und das scheint den meisten von uns entgangen zu sein, sind deutsche Soldaten mit Panzern und Sturmgewehren nie in einer Kriegs-, sondern immer in einer Friedens- oder Hilfsmission unterwegs, überall erwünscht und auch willkommen. Mag man den Politikern glauben schenken, erwartet man sie sogar an den verschiedensten globalen Brennpunkten nahezu sehnlichst. Es geht also der Politik ganz eindeutig darum, das Bedürfniss beim Konsumenten zu befrriedigen und das ist in diesem Fall, Mali.
Aus diesem Grund wird man sich in Mali uneingeschränkt darüber freuen, wenn so ein herrlicher Leopard 2 Panzer aus deutscher Wertarbeit bei Sonnenaufgang durch seine Städte und Dörfer donnert. Kruppstahl im Hochtechnologie-Gewand, wo man selbst doch nur mit Kalaschnikows und Macheten die eigenen Landsleute ermorden darf.

Wenn das kein Fortschritt ist. Ein Leopard, Luchs, Marder und wie sonst noch all das Getier in Ketten und auf Rädern heisst und die einheimische Artenvielfalt bereichert, verdrängt und zerstört, was kann es Schöneres geben? Wir alle wissen ja, was mit Ländern und Kontinenten geschieht, in die man fremde Tiere einschleppt und was sie da für Unheil anrichten; das dürfte diesmal nicht anders sein.

Wobei, Deutschland hat ja aus seiner Vergangenheit gelernt, nur halt die Politiker nicht. Dennoch, wir wollen nicht schwarzmalen, vor allem nicht, wenn es um Afrika geht. Vorbei sind die Zeiten, als Erwin Rommel den Sternenhimmel über Nordafrika geniessen konnte und er, ebenfalls auf Friedensmission, nach den damaligen deutschen Träumen deutsche Tugenden, deutsches Gedankengut und deutsche Wertmassstäbe verbreiten durfte. Vergessen und verdrängt sind die Zeiten, als unsere Soldaten schon damals auf einer globalen Friedensmission unterwegs waren, um auch die deutsche Sprache und Kultur zu verbreiten, heute ist ja alles anders. Also, eigentlich war das ja auch damals kein Krieg, man hat Deutschland einfach nur falsch verstanden. Warum sich dann alle gegen dieses Land der Dichter und Denker verschworen hatten, bleibt bis heute ein historisches Rätsel.

Genauso, wie man heute völlig fassungslos und erschüttert ist, wenn man wieder feststellt, dass deutsche Soldaten auch sterben können und anstatt aus dem Flugzeug auszusteigen, in einer Kiste nach Hause transportiert werden. Aber, und das hat sich ja seit Jahrzehnten als Erfolgsmodell bewährt, was gibt es Grandioseres, als für sein Vaterland zu sterben; schliesslich kann man ja zuhause auch vom Auto überfahren werden. Nein, die Gefahren und Tücken des Lebens lauern überall auf uns, und ob das Ende vor Langeweile in einer heimischen Kaserne über einen hereinbricht oder im staubigen Afghanistan und jetzt in Afrika, das bleibt sich gleich.

Diesmal will man es also anders machen, von besser ist an der Stelle noch keine Rede. In friedlicher Absicht geht es unseren politischen Wirrköpfen darum, europäische Wertmassstäbe dort, wo es nötig und erwünscht ist, oder wirtschaftlich interessant, diese zu verbreiten, also eigentlich am liebsten überall. Wann wird man denn dann z.B. in Länder wie Saudi Arabien einmarschieren? Dort sind ja Begriffe wie "Menschenrechte und Gleichberechtigung" nahezu Schimpfwörter und strengstens verboten.

Ungefragt und vom deutschen Volk unerwünscht, also fast so wie damals, kehrt man in Klimazonen zurück, bei denen es noch nicht einmal Winter gibt. Wahrscheinlich wissen die gar nicht was Weihnachten oder Ostern ist. Genauso wie damals wird auch diesmal das Volk nicht gefragt, sondern darf nur seine Söhne und Töchter zur Verfügung stellen. Wenn wir Glück haben, wird man sich in Berlin noch an die gute alte Kaiserzeit erinnern und endlich die ehemaligen deutschen Kolonien heim ins Reich holen.

Was das für einen Arbeitskraftbeschaffungsmarkt gibt, darüber mag man gar nicht nachdenken. Wenn all die Zulus und Tutsis und wie sie sonst noch heissen, „tout de suite“(sofort) in Deutschland arbeiten, unbezahlt für eine Handvoll Reis oder 1 Euro am Tag, das gibt einen wirtschaftlichen Aufschwung, der wird alles Bisherige in den Schatten stellen. Womöglich kann Deutschland dann endlich zur Weltmacht aufsteigen, noch vor den USA und China.

Das jetzige politische Verdummungskonzept beruht ja auf der Aussage, dass man nur helfen wolle Menschenrechte zu wahren oder irgendein ähnliches Müllkonzept. Also, dazu gehört ja, dass ein Taliban mit Kalaschnikow immer nur Terror, Gewalt und Tod über seine nähere Umgebung bringt, was ja auch soweit stimmt. Ein deutscher Soldat aber, und hier tritt das Verdummungskonzept in Kraft, bringt immer nur Frieden, Freiheit und Wohlstand, und dass das so funktioniert, zeigen uns ja die US-Amerikaner erfolgreich seit Jahrzehnten. Und wenn dann halt ein Dorf zerbombt oder eine Hochzeitsgesellschaft weggeschossen wird, so ist dies natürlich keine Absicht, sondern der Preis für Freiheit und Demokratie. Warum das Dorf allerdings gerade dort stehen musste oder die Menschen so fröhlich und völlig verantwortungslos vor sich hin feierten und den Angriff damit geradezu auf sich gezogen und provoziert haben, das ist nicht die Schuld der Soldaten vor Ort oder der Politiker im sicheren Berlin. Sie machen ja alle nur ihren Job.

Seitdem die US-Amerikaner sich überall brandschatzend und mordend wie Terroristen in fremde Länder und Angelegenheiten einmischen, um ihre Weltherschaftspläne zu stabilisieren und etablieren, um dadurch alle Konflikte und Probleme so richtig anzuheizen, ist es definitiv viel friedlicher geworden auf diesem Planeten.

Ausser halt in den Ländern die sie befrieden und abgesehen von der Tatsache, dass der Islam nahezu von Neuzugängen überflutet wird, die zu allem bereit sind. Dafür müssen wir uns einmal bei den USA bedanken. Sie haben den islamistischen Terror erst zu dem gemacht was er heute ist. Überall wo US-Amerikanisches Militär ist, oder sich einmischt ,,herrscht eine Bombenstimmung", und Terror, Gewalt und Hass usw. haben Hochkonjunktur. Mit Gewalt, Terror, Krieg und Mord Frieden herbeizuzwingen hat sich noch nie bewährt, aber die US Regierungen und ihre Mittläufer und Mittäter haben das bis heute noch nicht verstanden und werden es auch in Zukunft halt nicht.
Aus diesem Grund wird es jetzt allerhöchste Zeit, dass Europa mit einem ähnlichen Konzept aufwartet und einen Teil des Kuchens für sich beansprucht, natürlich aus ganz anderen Gründen und mit viel besseren Konzepten.

Die einzige Möglichkeit und ein erster Schritt in die richtige Richtung, wäre eine multinationale „FRIEDENSKAMPFTRUPPE“. Aber nicht unter der Anleitung einer kastrierten UNO, die in der Regel auch nur versagt, und schon gar nicht unter der Federführung der USA oder einer anderen grössenwahnsinnigen und selbstherrlichen Nation. Diese „FRIEDENSKAMPFTRUPPE“ besteht aus ca. 1-2 Millionen Soldaten, aus den unterschiedlichsten Nationen, die immer abrufbereit sind und dort wo Gräueltaten stattfinden, oder Diktatoren meinen ihr Volk massakrieren und knechten zu müssen, sofort eingreifen.

Eine solche „FRIEDENSKAMPFTRUPPE“ in Syrien und innerhalb einer Woche wäre alles beendet. Diktatoren werden umgehend herausgefischt, vor Gericht gestellt und man unterstützt das Volk auf seinem Weg zu welchem Staatssystem auch immer. Die Bevölkerung muss frei darin sein, sich zu entwickeln, es darf jedoch keinerlei Unterdrückung mehr geben. Jeder Versuch von Diktatoren, religiösen Fanatikern usw. die eigenen Landsleute zu missbrauchen, vernichten oder auszubeuten etc. würde im Keim erstickt und die Menschen kämen endlich zu ihrem Recht der Entfaltung. Innerhalb eines Jahres hätten wir einen globalen Weltfrieden.
Das bedarf natürlich weitreichender Schritte für die Umsetzung und vor allem, dass wir endlich unser bisherigen politischen Systeme entsorgen und alles zeitgemässer, wirkungsvoller und menschenwürdiger gestalten.

Aber zurück zu Afrika: Da gibt es eine ganz spezielle Verbindung zwischen Berlin und dem Rest des afrikanischen Kontinents. Irgendein Land dort gehört ja schon immer zur deutschen, französischen und wenn nötig auch europäischen Kolonie, je nach Blickwinkel und Formulierung, und das verbindet halt immer noch. Also, historisch, wenn es den politischen Argumenten dienlich ist, fühlt man sich in Deutshland ja scheinbar jedem Land verbunden, vor allem Afrika.
Bei all den damaligen körperlichen Ertüchtigungsaktionen mit einheimischen Frauen ist man sich auch genetisch bestens vertraut. Wer weiss, wie viele Rudis oder Heinrichs, Ingrids und Elisabeths mit schwarzer Hautfarbe herumlaufen und gar nichts von ihren deutschen Vorfahren ahnen oder es kaum erwarten können bis man wieder Kontakt mit ihnen aufnimmt.
Das gibt aber eine Wiedersehensfreude, wenn vielleicht die Urenkel ihrer Erzeugern plötzlich vor der Haustür stehen. Da lässt sich sicherlich die eine oder andere Geschichte politisch ausschlachten und gibt dem ganzen Szenario noch einen farblichen Hintergrund in dahingehauchter Harmonie.

Zwei historisch verbundene Kulturen treffen endlich aufeinander. So quasi eine Verbrüderung wie damals zwischen West- und Ostdeutschland, nur diesmal halt von Nord nach Süd und mit unterschiedlicher Hautfarbe und Kultur. Mali-Deutschland, wir kommen. Da stellt sich zwangsläufig die Frage, was werden uns die kranken Politikergehirne noch alles zumuten, um eine Begründung dafür zu finden, dass deutsches Militär ausserhalb der eigenen Landesgrenzen zum Einsatz kommt?

Wenn dann wieder diese deutschen Kriegsminister auf Auslandstournee sind, um ihre Truppen vor Ort zu besuchen und Gemeinschaftsgefühl zu heucheln, dass es runter geht immer wie flüssige Pomade, dann wünschte man sich, dass die gleich mit einem Spähtrupp auf Patrouille geschickt werden. Da könnten sie dann ihr Gemeinschaftsgefühl so richtig ausleben, wenn es links und rechts kracht.

Eigentlich sollte man schnellstens eine Politikerbrigade bei der Bundeswehr aufbauen. Da kommen alle Söhne und Töchter, Enkel und sonstigen buckeligen Verwandten der Politiker hinein. Die schickt man dann in jede Krisenregion, mit Klappspaten und Spirituskocher. So schnell hätte sich die Bundeswehr wahrscheinlich noch nie aus einer Krisenregion zurückgezogen.

Und diese Kriegstreiber aus Berlin würden endlich wieder einmal lernen, wo ihr Platz ist und was sich gehört. Sie werden sich natürlich andere Verdummungskonzepte für ihre Untertanen überlegen. Freibier für den Senegal, mit Zapfanlage auf einem Leopard-Bierpanzer usw.; da wird noch einiges auf uns zurollen.

Dein Günter

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