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Liebes Tagebuch

Dieser Tage ist es nicht einfach ein Staatsbürger zu sein. Da sind ganze Länder und ihre Menschen empört, nur weil sie ein bisschen abgehört, überwacht und ausspioniert werden. Unfassbar, schliesslich ist die Bespitzelung mittlerweile Teil der Demokratie geworden und so selbstverständlich, wie das Müsli beim Frühstück. Gut, man fragt sich natürlich, an welchem Punkt haben sich die verschiedenen Geheimdienste eigentlich so verselbstständigt, dass sie sich gegen das eigene Volk gewendet haben und in jedem eine potenzielle Bedrohung sehen?

Ups, das ist jetzt schon fast eine Unterstellung, schliesslich ist es ja ihre Aufgabe das eigene Volk zu schützen. Wobei, wir alle kennen die Sammelleidenschaft aus eigener Erfahrung. Es fängt mit Briefmarken an, geht dann über zu Münzen, Autos, Frauen, ähm, Männern … und endet wer weiss wo. Warum sollte es den Geheimdiensten da anders ergehen? Ihre Leidenschaft wird durch Zwangsneurosen, Verfolgungswahn und dem unkontrollierten Appetit auf alles geleitet, also fast wie beim Briefmarkensammler, nur halt anders.

Bin Laden sei dank, ohne ihn hätten die Geheimdienste niemals die allumfassenden und unkontrollierten Möglichkeiten erhalten, mit denen sie uns heute beglücken.
"Wer hat´s erfunden"? Richtig, Bin Laden war ja ein enger Freund der US-Amerikaner, die haben ihn ja geradezu angefüttert und ihn dann auf die Menschheit losgelassen und somit quasi dank dem ein eigenes Beschäftigungsprogramm für Geheimdienste aufgebaut, weil sie ihn dann wieder gejagt haben und sich jetzt an den Taliban erfreuen dürfen.

Nach diesem Prinzip eines Briefmarkensammlers also arbeiten sie. Erst Telephone abhören, dann Briefe öffnen, naja, und dank Computerzeitalter kann man mittlerweile so ziemlich alles abhören, was über einen Chip und eine Internetverbindung verfügt. Wir dürfen uns aber glücklich schätzen, dass wir in einer Demokratie leben und abgehört werden, was sollen die armen Menschen im Osten, Süden und Norden des Globus dazu sagen, die noch nicht einmal wissen, dass sie von ihren Verbündeten unkontrolliert überwacht werden?

All die armen Gemeinschaften, die über kein Handy oder Internet verfügen und sich damit der Möglichkeit einer Zwangsüberwachung entziehen. Unmöglich, dieses Verhalten. Hier im Westen ist die Überwachung zwar auch unkontrolliert, aber halt besser. Es wird Zeit, dass der Bürger endlich den Stellenwert der Überwachung erkennt und es eher als eine Dienstleistung an ihm und als eine unterstützende Massnahmen zu seiner persönlichen Freiheit betrachtet, denn als eine Bedrohung.

Von daher ist jede Kritik unangebracht. NSA, BND, niemals würden die auf die Idee kommen irgendetwas Verwerfliches mit unseren Daten anzufangen, also, da würden aber die Bundeskanzlerin und unsere Politiker allgemein eingreifen - oder auch nicht - das weiss man halt nicht so genau. Eher nicht, denn schliesslich wissen die ja scheinbar von gar nichts.

Also, diese Schönwetterkanzlerin aus Berlin, die Silvia Berlusconi aus Deutschland, die ja nie ein Problem löst, sondern immer nur verschleppt, aussitzt, es nicht erkennen will und deren Amtszeit von einer notorischen Inkompetenz geleitet ist, glänzt ja auch hier durch ihre sachliche und fachliche Inkompetenz in einem Ausmass, dass man nur noch von der Brücke springen kann.

Da stellt sich die Frage, was ist eigentlich das Schlimmste an diesem Beschäftigungsprogramm für Politik und Geheimdienste?

Dass wir mit allem an Bespitzelungsmethoden rechnen müssen, was man sich nicht vorstellen kann?

Dass NSA und europäische Geheimdienste so Mata Hari-mässig zusammenarbeiten und sich alle nur allzugerne prostituieren und anbiedern, um mit der NSA ins Geschäft zu kommen?

Oder dass die Institutionen, die dem einen Riegel vorschieben könnten, nämlich die Politiker, die als einzige die Möglichkeit hätten die flächendeckende Bespitzelung einzuschränken, vollkommen versagen?
Wobei, was heisst da sie versagen? Sie haben es ja gewusst und unterstützt und mitgetragen und niemand konnte ahnen, dass das einmal von einem Insider alles verpetzt wird - und das lädt ja wiederum zum Schmunzel ein, wäre es nicht so tragisch.

Wer hat denn diesem inkompetenten Ballasthaufen an notorischen Lügnern und Volksverdummern aus der Politik überhaupt all diese Möglichkeiten an die Hand gegeben?

Genau, - das Volk, die Wähler, denn die glauben immer noch ans Sandmännchen und schütteln auch weiterhin nur allzugerne jenen Politikern die Hand, die ihr eigenes Volk hintergehen, verraten und überwachen lassen, wenn sie wieder einmal auf Wahltournee an ihnen vorbeiziehen und sie für dumm verkaufen.

Dein Günter
Gesellschaft

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